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119 Umweltschulen ausgezeichnet

(Mitteilung der Landeskoordination Hessische Umweltschulen vom 23.10.2019)

Die Staatssekretärin des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Beatrix Tappeser, und Herr Ministerialdirigent Jörg Meyer-Scholten, Abteilungsleiter der Zentralabteilung des Hessischen Kultusministeriums, haben am 22. Oktober in Groß-Krotzenburg 119 Schulen aus Süd- und Mittelhessen als "Hessische Umweltschulen" ausgezeichnet.

Schulen aller Schulformen waren zu der Auszeichnungsveranstaltung in das Franziskanergymnasium Kreuzburg gekommen, um ihre Umweltschulprojekte im Rahmen einer Ausstellung vorzustellen und die Urkunde aus den Händen der Vertreter der beiden das Programm tragenden Ministerien in Empfang zu nehmen.

Die Staatssekretärin zeigte sich angetan davon, dass "sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte die eigene Zukunft aktiv und nachhaltig gestalten wollen".

Dies zeigten die höchst unterschiedlichen, sehr kreativen ausgestellten Projekte zu einer Vielzahl ökologisch relevanter Fragestellungen, denen sich die Schulen in ihrem Unterricht, aber auch in ihrem Schulleben gestellt haben. Besonders präsent war in diesem Jahr das Thema Klimaschutz, das die junge Generation, aber auch deren Lehrkräfte besonders bewegt. Hier wollen die Umweltschulen Vorreiter sein: In einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Einfluss unseres Lebensstils auf das Klima ebenso wie in vielen kleinen Schritten, mit denen Klimaschutz an den Umweltschulen gelebt wird, sei es durch Verzicht auf Einweg-Plastikverpackungen in der Mensa, Verbannung des "Eltern-Taxis" oder sogar Erzeugung eigener regenerativer Energie auf dem Schulgelände. Dr. Tappeser: "So bereitet die schulische Bildung erfolgreichem Klimaschutz den Weg!"

Die Landeskoordinatorin der Hessischen Umweltschulen, Silke Bell, zeigte sich erfreut von dem breiten Engagement der Schulen und dankte dem gastgebenden Franziskanergymnasium: "In diesem Jahr konnten wir so viele Umweltschulen auszeichnen wie noch nie. Glücklicherweise haben wir im Franziskanergymnasium eine Schule als Veranstaltungsort gefunden, die in jeder Hinsicht eine vorbildlicher Gastgeberin war und eine so schöne und große Veranstaltung erst ermöglicht hat."

Auch in diesem Jahr wurde unter allen ausgezeichneten Schulen ein Preis, gestiftet vom Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Hessen, und dem Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgelost: Drei der Schulen konnten sich über eine dreitägige Klassenfahrt in eine hessische Jugendherbergen mit BNE-Bildungsmodulen freuen.

Die Auszeichnung hat Bestand für zwei Jahre, dann können sich die Schulen erneut um die Auszeichnung bewerben. Mit der Auszeichnung sind die Umweltschulen automatisch Teil des Schulnetzwerks "Nachhaltigkeit lernen in Hessen". Im nächsten Jahr findet die Auszeichnungsveranstaltung  dann wieder für die nord- und oberhessischen Schulen statt, die bereits an der Umsetzung ihrer Umweltschulprojekten arbeiten.

Auszeichnung "Hessische Umweltschule"

"Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft" ist eine Auszeichnung, die vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) und vom Hessischen Kultusministerium (HKM) für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umweltbildung und ökologische Bildung vergeben wird. Gewürdigt wird die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, die notwendigen Kompetenzen für die Gestaltung eines nachhaltigen Lebensstils zu entwickeln.

Schulen aller Schulformen können sich um eine Teilnahme am Programm "Hessische Umweltschule" bewerben, unabhängig davon, welchen Stand der Umsetzung die BNE an der Schule bereits erreicht hat. Die Ausschreibung ermöglicht jeder Schule, mit konkreten Zielen für den Teilnahmezeitraum von zwei Jahren zwei ausgewählte Handlungsbereiche zu bearbeiten und dabei gleichzeitig Strukturen im Schulalltag aufzubauen, die das Engagement auch langfristig steuern und stützen können. Dazu gehört auch die Integration der Vorhaben in Unterricht und Schulcurriculum, in Schulleben und Schulkultur. Durch eine wiederholte Beteiligung kann eine Schule Schritt für Schritt ihre Qualität im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens und des "Whole School Approach" verbessern.

Diese beiden Handlungsbereiche, die eine Schule auswählt, können aus den "klassischen" Umweltbildungsbereichen wie ökologische Gestaltung des Schulgeländes, Naturerlebnis und Naturschutz stammen, aus Themen des Umweltschutzes wie Klimaschutz, Energiegewinnung, Abfallvermeidung, Ernährung, Konsum oder auch aus dem Globalen Lernen (Fairer Handel, Schulpartnerschaften mit Schulen des Globalen Südens zu Umweltthemen) oder der Auseinandersetzung mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs).

Unterstützt werden die Schulen in diesem Prozess von elf regionalen hessischen Umweltbildungszentren, deren Arbeit von der Landeskoordinierungsstelle Umweltschule in den Räumen der Naturschutzakademie Hessen in Wetzlar koordiniert wird. Diese wird gemeinsam getragen vom HKM und dem HMUKLV und versteht sich als Lotse für Vorhaben und Projekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung im schulischen Bereich.

Während des Teilnahmejahres bieten die Koordinierungsstelle Umweltschule und die regionale betreuenden Umweltzentren den beteiligten Schulen und ihren Partnern ein öffentliches Forum und fachliches Umfeld bei der Umsetzung ihrer Projekte: Für die beteiligten Schulen und ihre Kooperationspartner werden Veranstaltungen und ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch organisiert.

Ein Höhepunkt in der Arbeit der Umweltschulen ist die Verleihung der Auszeichnung "Hessische Umweltschule" in Form einer Urkunde und eines Schildes, das sie offiziell als "Umweltschule" ausweist sowie eines Schildes zur Dachmarke "Nachhaltigkeit lernen in Hessen", überreicht aus der Hand von Kultusminister und Umweltministerin im Rahmen einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung. Hier haben die Schulen auch die Gelegenheit, ihre Umweltschulprojekte zu präsentieren, sich mit anderen Umweltschulen auszutauschen und so ein lebendiges Netzwerk umweltpädagogisch aktiver Schulen zu pflegen. Ausgezeichnet wird im zweijährigen Turnus, in einem Jahr alle Umweltschulen aus Nordhessen, im nächsten Jahr alle Umweltschulen aus Mittel- und Südhessen.